Das Prokrastinations-Verliebtsein.

Wenn ich irgendwann an der Uni mal was unterrichten sollte, dann wäre es der Fortgeschrittenen-Kurs in Prokrastination. Wie machen das die anderen nur immer, die Hausarbeiten mal eben in einer Woche schreiben? Pro 10 Seiten kann ich eigentlich immer gleich einen Monat einrechnen.

Man hat auf einmal so viele Dinge im Kopf, die man lieber erledigen würde. Wäsche machen, putzen, Serien gucken, kochen, spazieren gehen, Freunde treffen.

Meine Lieblings-Ablenkung vom Arbeiten sind Männer. Wenns gut läuft, treffe ich mich mit ihnen auf ’nen Kaffee, küsse sie oder schlafe mit ihnen. Wenns schlecht läuft, suche ich mir einen besonders schönen heraus und rede mir ein, ich sei in ihn verliebt. Oh, wie viele Stunden man damit verbringen kann, unsterblich in jemanden verliebt zu sein. Es füllen sich ganze Tagebücher mit schmachtenden Texten und Stunden streichen an einem vorbei, in denen man nur vorm Smartphone sitzt und auf eine Antwort des Angebeteten wartet. Wichtig hierbei ist, dass das Objekt der Begierde möglichst unerreichbar ist, sonst verbraucht man am Ende noch zu wenig sinnlose Energie bei dem ganzen Prozess und es bliebe eventuell noch Zeit und Kraft zum Weiterarbeiten übrig.

Das ist so lächerlich. Was geht da in meinem Kopf vor? Nicht, dass ich mich nicht auch sonst in sinnlosen Gefühlskonstrukten verliere, aber während der Arbeit an wissenschaftlichen Texten ist diese Eigenschaft besonders ausgeprägt. Ohje.

 

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2 Gedanken zu “Das Prokrastinations-Verliebtsein.

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